Nadeshda gewinnt Menschenrechts Filmpreis 2014

In der Jurybegründung heißt es:

"Beiläufig und doch sehr nah dokumentiert die Kamera mit großem Gefühl für Straßen-Atmosphären und für alltägliche Anstrengungen und Konflikte das Leben und Überleben in Nadeshda, wo auf der Straße bunte Hochzeiten zelebriert werden, wo Kinder um die Häuser toben, wo Vorurteile und Ressentiments offen zur Sprache kommen und wo diese in Ausgrenzung münden, wenn ein Vater kostspielige Abmachungen mit einem Wohnungsvermittler trifft und doch keine Wohnung bekommt. Wie lebt es sich damit, dass die Nachbarschaft Roma mit allen Mitteln aus ihrem Wohnblock fernhält? Durch die dokumentarische Sicht von Anna Frances Ewert und Falk Müller werden wir als Zuschauer zu Begleitern. Zu Begleitern, die nicht verstehen und nicht akzeptieren, dass man einer Familie so etwas Essentielles wie eine eigene Wohnung verwehrt."

Das Team von Nadeshda erhält den mit 2500 Euro dotierten Preis in der Kategorie Filmhochschule.

Wir danken dem gesamten Team der Preisverleihung für den schönen Abend und hoffen, dass der Film auf seiner Reise durch Deutschland noch viele Gedanken und Diskussionen auslösen wird.