Nadeshda auf den Balkantagen München 2015

Heute wurde NADESHDA im Rahmen der Balkantage München im Gasteig gezeigt.
Im Anschluss an den Film ergab sich ein langes Gespräch der Regisseure mit dem Publikum. “Jeder kann zunächst einmal damit anfangen, Vorurteile abzubauen”, so Anna Frances Ewert auf die Frage, was man tun könne, um die Situation der Ghetto-Bewohner zu verbessern. Soziale Projekte und EU-Förderprogramme erreichen meist nicht ihr Ziel und scheitern in einem Teufelskreis von Ausgrenzung, Misstrauen und Korruption. Als effizientes Beispiel nannten die Regisseure das Projekt “Musik statt Straße” der Deutsch-Bulgarischen-Gesellschaft e.V., das sozial benachteiligten Kindern durch eine klassische Musikausbildung Perspektiven eröffnen und vor allem Roma-Kinder gesellschaftlich integrieren soll. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum zur Situation der Menschen aber auch zum kriminellen Potential von Roma im Allgemeinen wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass ein öffentlicher Diskurs und eine Auseinandersetzung mit der Situation von Roma beginnt. Mit “Nadeshda” möchten Ewert und Müller einen Grundstein dafür setzen. (balkantage.org)